Vorbereitung

Körperliche Voraussetzungen

Die Kinder sollten manche körperliche Voraussetzungen mitbringen, bevor sie mit Partnerakrobatik beginnen. Die Lehrerin kann schon im vornherein mit den Kindern Übungen machen, die sie darauf vorbereiten. 

 

Die vier wichtigsten Voraussetzungen sind Spannung, Kraft, Beweglichkeit und Balance. 

Spannung braucht es in allen Figuren und an jeder Position. Rumpfspannung ist essentiell in der Partner Akrobatik. Die Kinder lernen ihren eigenen Körper zu kontrollieren. Vor allem die Kinder in der unteren Position brauchen ausserdem Kraft. Sie tragen schliesslich die obere Person. 

Beweglichkeit muss nicht übermässig vorhanden sein. Eine Person mit normaler Beweglichkeit kann ohne Probleme Partnerakrobatik machen. Trotzdem sollte die Beweglichkeit trainiert werden. So kann man Verletzungen vermeiden.

Balance braucht man viel in Figuren. Kinder beherrschen das eigene Körpergleichgewicht noch nicht so, wie Erwachsene. Deshalb sollte das auch trainiert werden, bevor man mit Partnerakrobatik startet.

Die Kinder sind auf dem Weg alle diese Voraussetzungen zu erlernen. Bei manchen ist es schon fortgeschrittener als bei anderen. Es ist sicherlich wichtig vorbereitende Übungen mit allen Kindern zu machen.

Sicherheitmassnahmen

- Partnerakrobatik wird auf Mattenfeldern gemacht. Dazu müssen die Kinder am Anfang der Lektion Mattenfelder von etwa vier Matten auslegen. 

- Damit man den anderen Personen keine Schmerzen bereitet, sollten alle ihre Turnschuhe ausziehen

- Partnerakrobatik sollte nur so lange gemacht werden, wie auch die Konzentration reicht. 

- Alle störenden Objekte im Umfeld sollten entfernt werden.

- Es sollte genügend Platz zur nächsten Gruppe vorhanden sein.

-Die Tipps auf den Karten sollten beachtet werden.

Einwärmen

Das Einwärmen sollte die Kinder ausreichen auf die folgende Partnerakrobatik vorbereiten. Dabei sollten die oben genannten körperlichen Voraussetzungen sicherlich eine zentrale Rolle spielen. Das erleben von Körperspannung und Balance vor dem Starten mit der Partnerakrobatik kann äusserst hilfreich sein. Besonders für Kinder, deren Körpergefühl noch nicht so ausgeprägt ist, sind vorbereitende Übungen sehr hilfreich.

Ansonsten sollten das Einwärmen folgende Punkte beinhalten:

-  Aktivierung des Kreislaufs

-  Kraft 

-  Beweglichkeit

-  Koordination

Am bestem fängt man also mit dem aktivieren vom Kreislauf an. Zum Beispiel ein Fangis oder sonstige Laufformen sind ein guter Start in die Lektion. Dann sollte man verschiedene Übungen, die die oben genannten Punkte erfüllen, machen. Unten auf dieser Seite sind eine Auswahl an solchen vorbereitenden Übungen vorgeschlagen.

Planung einer Lektion

Die Lektion sollte gut strukturiert sein mit einem Einwärmen, einem Hauptteil und einem Schluss. Das Einwärmen wurde oben genauer beschrieben.

Der Hauptteil beinhaltet meist die wirkliche Partnerakrobatik. Dabei kann gewählt werden, wie frei man es gestalten will. Es bietet sich sicherlich die Chance den Kinder Platz für eigene Kreativität zu lassen. Wenn man ihnen einen gewissen Freiraum lässt, beginnen sie auch besser miteinander zusammenzuarbeiten. 

Wenn man den Kindern mehrere Lektionen Zeit lässt, kann man Ihnen auch die Aufgabe geben, zusammen eine Choreografie zu erstellen. Eine Aneinanderreihung von ein paar Figuren reicht da völlig aus. Das fördert wiederum die Kreativität der Kinder.

Am Ende der Lektion kann man als Abschluss eine Vorführung machen. Eine Möglichkeit wäre, dass jede Gruppe ihre beste Figur vorzeigen darf.

Vorbereitende Übungen

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Die Garette ist eine gute Übung für die Rumpfspannung und Rumpfkontrolle. 

Eine Person geht dafür in die Liegestütz-Position und die zweite Person hebt seine Füsse an. Der Rumpf muss gespannt werden, sodass der Körper gerade ist. Der Rücken darf nicht durchhängen. Die Schultern sind senkrecht über den Schultern.

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Diese Übung ist hilfreich für die Balance. Die beiden Kinder müssen gut miteinander zusammenarbeiten und auch auf den anderen eingehen. 

Sie halten sich gegenseitig um das Handgelenk. Dann versuchen beide gleichzeitig abzusitzen und wieder aufzustehen. Die Figur kann auch in der im Bild gezeigten Position gehalten werden. Die Arme sind wenn möglich stets gestreckt.

V-Balance ist ebenfalls eine Übung, die die Balance und die Zusammenarbeit fördert. Die beiden Turnenden halten sich um die Handgelenke. Die Arme werden dann anschliessend langsam gestreckt.

Der Körper muss gespannt werden, sodass er auf einer Linie liegt. Er sollte nicht in eine Richtung gebogen sein.

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Das Brett ist ebenfalls eine Vorübung, die vor allem den Rumpf vorbereitet. 

Die eine Person liegt flach auf den Boden und wird an den Füssen von einer zweiten Person hochgehoben. Der Körper ist auf einer geraden Linie und hängt nicht durch. Um die Übung zu vereinfachen, kann die untere Person zuerst die Hüfte ab Boden heben.

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Diese Übung kann gut auch zu dritt gemacht werden. Wenn die Klasse also nicht in Zweiergruppen eingeteilt werden kann, ist es eine gute Möglichkeit einfach eine Dreiergruppe zu bilden.

Diese Übung kann natürlich auch als Erschwerung der Zweierform gebraucht werden.

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V-Balance rückwärts

Die V-Balance kann auch rückwärts oder seitwärts versucht werden. Es ist schwieriger als vorwärts und eignet sich daher als weiterführende Übung.